Facebook ist überaltert… nein, es ist tot

Schon 2018 habe ich bei einer Weiterbildung zur Social Media Managerin gelernt, Facebook sei total überaltert. Die Jugend von heute, also alles was etwas unter 20 Jahre alt ist, ist heute nicht mehr bei Facebook. Bei der Jugend ist Facebook heute total out. Man trifft sich bei Instagram, Snapchat oder WhatsApp. Und das sind nur die großen drei.
Facebook als großer Vorreiter und als das soziale Netzwerk hat heute allerdings für Jugendliche und junge Erwachsene keine Relevanz mehr. Nun falle ich jetzt auch schon länger nicht mehr in die Gruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen.
Kein Wunder, denn ich bin ja auch noch bei Facebook.

Meine aktuelle Timeline bei Facebook

Die Frage ist nur wie lange noch. Letztes Wochenende habe ich das erste Mal seit bestimmt sechs Wochen wieder bei Facebook reingesehen. Meine sogenannte Timeline (in der angezeigt wird was andere Menschen posten) habe ich schon seit längerem fast komplett ausgestellt. Berichte von Privatmenschen bekomme ich dort schon lange nicht mehr. Denn ich vertrete die Meinung: wenn mir Menschen etwas aus ihrem Leben erzählen wollen, können Sie dies gerne tun. Allerdings sollen sie mich anrufen oder mir eine SMS/WhatsApp/E-Mail schreiben. Und so kommt es, dass ich Facebook gar nicht mehr nutzen. Ja klar, dort hat man vielleicht Kontakte die man sonst nicht hätte, aber jetzt mal ehrlich: hat man denn wirklich Kontakt mit ehemaligen Bekannten oder Ähnliches die man bei Facebook als ‚Freunde‚ eingetragen hat?

Was geben mir die sozialen Netzwerke?

Mich fragen ehemalige Schulbekannte an, ob wir bei Facebook befreundet sein wollen, ohne auch nur ein Wort dazu zu schreiben. Wir hatten doch jetzt über 15 Jahre keinen Kontakt. Warum sollte ich jetzt eine Freundschaftsanfrage von einem Menschen annehmen, den ich und der mich sowieso schon aus den Augen verloren hat. Und mit dem ich vorher nie wirklich befreundet war?!? Und da ich in meiner Social Media Manager Zeit gelernt habe ein soziales Netzwerk sollte man nur betreiben wenn man es auch nutzt, ich Facebook, Instagram und Co. aber aktuell nicht nutze, denke ich darüber nach es einfach wieder abzuschalten. Menschen die mir lieb sind, Menschen mit denen ich Kontakt halten möchte, Menschen an deren Leben ich interessiert bin, von all diesen Menschen habe ich entweder eine E-Mail-Adresse oder eine Handynummer. Ich gehe nochmal in mich aber ich denke ich werde mich erst mal aus den sozialen Netzwerken verabschieden.

Nichts. Soziale Netzwerke geben mir aktuell nichts. Ich habe in dem Jahr nach der Weiterbildung probiert, das wirklich zu betreiben. Aber es macht mir weder großen Spaß, noch bringt es mich irgendwie weiter. Das Einzige was ich noch weiter machen werde ist dieser Blog. Denn daran habe ich wirklich Spaß.

Omma ist auch ohne Internet alt geworden!

Mein Leben hat in den 80ern und 90ern super ohne Internet, WhatsApp, Facebook, Instagram oder sonstiges soziale Netzwerke funktioniert. Ich war weder gestresst noch unausgelastet. Da hat man sich einfach nach der Schule getroffen (heute wäre das dann die Arbeit) und hat Dinge unternommen. Miteinander geredet. Ist spazieren gegangen. Vielleicht sogar auf Bäume geklettert. Woohoo!
Je nachdem wo die Präferenzen der Freizeitgestaltung lagen. Heute sitzt man sich im Restaurant gegenüber und in fast jedem Gespräch kommt es vor, dass einer sein Handy zieht und irgendetwas darauf eintippt. Manchmal machen das sogar beide gleichzeitig.

Wo ist denn da der Respekt vor der anderen Person geblieben? Wenn man sich trifft hat man doch im besten Fall ein Interesse an dem was der andere erlebt hat, welche Probleme er hat und was ihn bewegt. Wie abwertend ist es denn dann, wenn man gleichzeitig an seinem Handy daddelt? Das hat nix mit Respekt zu tun.
Ich möchte also wieder dahin zurück, wo das Handy, die sozialen Netzwerke oder ähnliches nicht mehr im Mittelpunkt steht: Ganz besonders dann, wenn man eigentlich in der Interaktion mit anderen Menschen ist. Manche fragen sich warum. Tja, ich weiß nicht, ich denke es ist eher die Befreiung von sozialen Zwängen die aufgebaut werden, wenn man immer und überall online ist. Ich weiß es klingt verrückt, aber manchmal verlasse ich das Haus ohne mein Handy mitzunehmen. Verrückt oder? (Achtung: Ironie!)

Ich will nicht aufhören mit der Zeit zu gehen

Das heißt nicht, dass ich jetzt meine Uhr ablege und mein geliebtes Handy verschrotte. Ne ne. Ich genieße es schon ein Smartphone zu haben mit dem man das Leben vereinfachen kann und auf dem man Bücher lesen kann usw. Ich möchte einfach nur, in den Zeiten in denen ich mit anderen Menschen interagiere oder auch auf der Arbeit bin, nicht den Zwang haben aufs Handy zu gucken.

Deswegen galt und wir bei mir immer gelten:
Wer etwas dringend mit mir besprechen möchte oder auch einfach nur quatschen möchte
ruft mich einfach an!

Denn ein Smartphone hat auch die Funktion eines Telefons. Nutzt sie, wenn es wichtig ist!

Wer mir WhatsApp/E-Mail/SMS schreibt muss damit rechnen, dass das auch mal ein paar Stunden bis zu einem Tag nicht gelesen wird.

Goodbye Facebook

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