Auferstehung, Osterhase und der Mondkalender

Ostersonntag – Der Herr ist auferstanden – Hallelujah.

Auf den Karfreitag folgt der Ostersonntag. Zusammen sind sie die beiden höchsten Feiertage des Christentums. Während den Menschen an Karfreitag die Schulden vergeben werden, eröffnet der Ostersonntag den Menschen die Hoffnung auf das ewige Leben. Auf ein Leben nach dem Tod. Denn nachdem Jesus viel durchleiden musste und zuletzt am Kreuze starb, ist er an den Ostertagen wiederauferstanden.

Sierksdorf 2017

Jesu Auferstehung

1 Aber am ersten Tage der Woche sehr früh kamen sie zum Grabe und trugen die Spezerei, die sie bereitet hatten, und etliche mit ihnen.

2 Sie fanden aber den Stein abgewälzt von dem Grabe

3 und gingen hinein und fanden den Leib des HERRN Jesu nicht.

4 Und da sie darum bekümmert waren, siehe, da traten zu ihnen zwei Männer mit glänzenden Kleidern.

5 Und sie erschraken und schlugen ihre Angesichter nieder zur Erde. Da sprachen die zu ihnen: Was suchet ihr den Lebendigen bei den Toten?

6 Er ist nicht hier; er ist auferstanden. Gedenket daran, wie er euch sagte, da er noch in Galiläa war

7 und sprach: Des Menschen Sohn muß überantwortet werden in die Hände der Sünder und gekreuzigt werden und am dritten Tage auferstehen.

8 Und sie gedachten an seine Worte.

9 Und sie gingen wieder vom Grabe und verkündigten das alles den Elfen und den andern allen.

10 Es war aber Maria Magdalena und Johanna und Maria, des Jakobus Mutter, und andere mit ihnen, die solches den Aposteln sagten.

11 Und es deuchten sie ihre Worte eben, als wären’s Märlein, und sie glaubten ihnen nicht.

12 Petrus aber stand auf und lief zum Grabe und bückte sich hinein und sah die leinenen Tücher allein liegen; und ging davon, und es nahm ihn wunder, wie es zuginge.

Lukas 24, 1-12

Später erscheint Jesus den Jüngern und auch Maria Magdalena.

Doch wie passt der Osterhase in diese Geschichte?

Kurzum: gar nicht.

Im Jahr 1682 schreibt Georg Franck von Franckenau in seiner Abhandlung „De Ovids paschalibus – von Oster-Eyern“ vom Osterhasen. Auch damals hat der Osterhase schon bunte Eier versteckt.

Es gibt auch seitdem den Hasen in der Ikonographie vor.
Hierbei steht der Hase für Fruchtbarkeit. Demnach könnte man schlussfolgern, dass der Osterhase für Fruchtbarkeit steht. Außerdem schläft der Hase mit offenen Augen. Symbolisch steht der mit offenen Augen schlafende Hase also für den ewig über die Menschen wachenden Gott.Osterhase an Ostersonntag

An Ostern richten sich alle weiteren Feiertage im Kirchenjahr:

Das Datum der Ostertage errechnet sich nach dem Mondkalender.

Ostern ist der erste Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling (Frühlingsanfang: 21. März).

Von diesem Datum errechnen sich dann die folgenden Feiertage:

Mondkalender

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4 Antworten

  1. Katja sagt:

    Ist Jesus nicht Ostermontag auferstanden? Am dritten Tage nach Karfreitag?

    • Christina Schubert sagt:

      Ja, das ist tatsächlich erstmal verwirrend. Man geht hierbei aber nach der jüdischen Zeitrechnung. Und bei dieser wird jeder angebrochene Tag als „vollwertiger“ Tag gerechnet.

      1. Tag = Karfreitag
      2. Tag = Karsamstag
      3. Tag = Ostersonntag

      Leider wird das häufig nicht vermittelt… bei mir im Beitrag ja auch nicht… nächstes Jahr werde ich das dann mit reinschreiben 😉

  2. Katja sagt:

    Spannend! Danke, Christina! Werde ich gleich weitervermitteln. 🙂 Hast Du auch eine Erklärung, warum auch der Ostermontag ein Feiertag ist?

    • Christina Schubert sagt:

      Ja auch das kann ich kurz zusammenfassen 😉
      Ostersonntag wird Jesu Grab geöffnet und es ist leer. Demnach ist klar, er ist auferstanden.
      Ostermontag erscheint er den Jüngern auf dem Weg von Jerusalem nach Emmaus. Aus diesem Grund wird der Ostermontag gefeiert.

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