Besuche alle Städte der 1. Bundesliga – Du hast 2 Jahre Zeit

Geocaching, das ist eine GPS-Schnitzeljagd die weltweit gespielt werden kann. Hierzu wird lediglich ein Handy oder GPS-Gerät benötigt und schon geht es los. Mit dieser kleinen Einführung und der Vorstellung einiger Geocaches kann man im Handumdrehen einfach anfangen zu spielen.

„Ich cache da, wo andere Urlaub machen“

„Guck mal bitte, ob da einer kommt, damit ich den Cache heben kann.“ Das ist ein typischer Satz von sogenannten Geocachern. Die GPS-Schnitzeljagd fasziniert mittlerweile tausende Menschen auf der Welt. Man braucht lediglich eine Internetverbindung und schon geht es los.

Geocachen, ein Hobby das ausschließlich draußen betrieben wird und keinerlei Kosten birgt. Die sogenannten Geocacher sind mit GPS-Geräten oder Handys ausgestattet und werden anhand von geographischer Koordinaten zu ihrem Ziel geführt. Das Ziel sind Geocaches, die versteckt oder auch sehr offensichtlich sein können. Das kann ein Behälter von einer kleinen Fotodose bis zu einem Monitionskasten sein. Besonders kreative Spieler verstecken Geocaches auch in besonders aufwendig gestalteten Dosen (Vogelhäuser, extra präparierte Steine oder Hölzer, oder wunderschön gestaltete kleine Miniatur-Hobbit-Häuser). Versteckt ist immer ein Logbuch, in das sich der Geocacher mit seinem Nickname einträgt. Nach dem erfolgreichen eintragen kommt das Logbuch wieder in die Dose und der Geocache ist erfolgreich gehoben. Jetzt muss der Log nur noch in der App oder zuhause am PC eingegeben werden und schon verwandelt sich der grüne Punkt in ein Smily.

Das Kieler Westufer – Die Smilys zeigen die Caches, die ich schon „gehoben“ habe (also wo ich mich schon ins Logbuch eingetragen habe)

Vorsicht ist geboten

Da dieses Spiel auch für alle ein Spiel bleiben soll und nicht von Fremden (sogenannten Muggel) zerstört wird, liegt die erste Priorität darauf, bei dem Suchen und Finden nicht gesehen und entdeckt zu werden. Das gestaltet sich an Orten wie zum Beispiel der Fußgängerzone doch schwer. Also gibt es auch Geocaches, die nur nachts zu suchen sind.
Es gibt hunderte verschiedene Arten von Geocaches und alle sind von Spielern erstellt und versteckt worden.
Insgesamt gibt es etwa 3 Millionen aktive, versteckte Caches. Es gibt in fast jedem Land der Welt mindestens einen Geocache. Selbst im All ist einer „versteckt“, auf der Internationalen Raumstation ISS.

Und auch in Deutschland gibt es in jeder Stadt und in fast jedem Dorf einen Geocache.
Durch das Hobby ist es möglich, wirklich schöne Orte zu entdecken – auch wenn man in fremden Städten und Ländern unterwegs ist. Häufig liegen Caches an Orten, die Sehenswert oder geschichtlich besonders sind.
Auch in Kiel, der Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins und seiner Umgebung gibt es rund 200 Geocaches zu entdecken.

Manche Menschen die sich diesem Hobby noch mehr hingeben legen die Geocaches so aus, dass die GPS-Koordinaten nachher auf der Karte richtige Strukturen ergeben.
Nahe der Stadt Mölln hat tatsächlich jemand den Stadtnamen als Geocache gelegt. Wie gesagt: JEDER Punkt ist eine Dose mit einem Logbuch!
Na, erkennt ihr es?
– Ein Schaukelpferd

Reisende Freunde

Und neben den „normalen“ Logbüchern in den Caches gibt es noch Kleinigkeiten die in die Dosen hineingelegt werden können. Das reicht vom lustigen Radiergummi bis zu Münzen und Tauschgegenständen wie Comicheften und Paninibildern. Und dann gibt es noch die sogenannten Travelbugs. Das sind Anhänger mit Motiven oder ähnlichem die von Privatleuten auf den Weg geschickt werden und eine „Aufgabe“ erfüllen sollen. Diese Anhängern werden von den Cachern von Ort zu Ort getragen. Ein Beispiel:

Ich habe 2017 zwei Anhänger mit Fußballtrikot gekauft. Diese beiden Travelbugs haben jeweils eine Aufgabe. Der eine soll alle Städte der 1. und 2. Bundesliga bereisen. Der zweite soll alle Städte der 3. Bundesliga bereisen. Fertig geschrieben und präpariert habe ich die Anhänger in den nächsten Geocache gelegt, dessen Behälter groß genug war. Und von dort hat ihn jemand mitgenommen und in der nächsten Stadt an seinem nächsten Geocache in der Dose wieder liegen gelassen. Von dort hat ihn wieder jemand mitgenommen und so weiter. Nachdem die beiden Travelbugs schon wirklich weit durch Deutschland und ein paar anliegende Staaten gereist sind, haben sie ihre Aufgaben fast erfüllt und sollen dann wieder zurück nach Kiel kommen. Ich hoffe das passiert dann bis zum Sommer. Mal sehen ob das klappt.

Da ich der Besitzer der beiden Travelbugs bin kann ich die genaue Route und viele Detail der kleinen Anhänger verfolgen.

Travelbug für die 3. Bundesliga. Jede schwarze Linie steht für den Weg zwischen zwei Orten. Er ist schon 14661 km gereist!
Travelbug für die 1. und 2. Bundesliga. Der Kleine hat jetzt 9671 km hinter sich gelassen!

Und so kann man den Travelbugs natürlich auch viele Aufgaben geben. Einmal alle Länder der Welt bereisen. Oder ganz Europa. Alle Hauptstädte. Oder was auch immer man sich vorstellen möchte.

Geocachen ist ein unglaublich vielseitiges Spiel, das im Freien und auf der ganzen Welt (nur in ganz wenigen Ländern ist geocachen verboten – was nicht heißt, dass es da keine Caches gibt …) Ein Hobby, das man alleine, zu zweit oder mit der ganzen Familie betreiben kann. Es zeigt einem schöne Ecken, historische oder abgelegene Orte, wo man sonst nie hingehen würde. So kann dieses Spiel dazu führen, dass ganze Urlaube danach ausgelegt werden. Probiert doch einfach mal, eine Stadt zu besuchen und diese mit ihren vielen Geocaches zu erkunden. Ihr werdet Orte sehen, die ihr sonst nicht gesehen hättet.

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