Ein Virus geht um die Welt

Ursprünglich hatte ich gar nicht vor über die Corona-Krise oder das Thema Corona zu schreiben. Denn mit diesem Thema beschäftige ich mich seit den ersten Ausbrüchen im Dezember 2019 in Wuhan, China. Allerdings nimmt das Thema aktuell einen riesen großen Raum in unserem Leben ein, so dass ich wohl nicht umhinkomme, mich dem Thema auch in meinem Blog zu stellen.

Aber was schreiben?

Die meisten Fakten kennen die Menschen schon. Und im Moment schreibt einfach jeder Blog, jede Tageszeitung, jede Wochenzeitung und jeder Bericht im Internet etwas über Corona und dessen Auswirkung. Wissenschaftliche Erkenntnisse sind zwar wichtig zu vermitteln, das ist aber nicht das Thema in meinem Blog. Und das will ich auch gar nicht. Mich persönlich interessiert am Thema Corona natürlich auch das wissenschaftliche, der wirtschaftliche Umgang mit dem Virus und wie Politiker mit einer solchen Pandemie umgehen. Gerade weil es eine solche Pandemie bislang in dieser Form noch nicht gab. Aber mehr interessiert mich die Frage, was bleibt von der Krise im sozialen Bereich hängen?

Wie verändert die Menschen die aktuelle Situation?

Die Welt hält zusammen

Einer der interessantesten und gleichzeitig faszinierendsten Aspekte der Corona-Krise zeigen die Nachrichten. Erst wurden Regionen abgegrenzt, dann Ländergrenzen geschlossen. In den meisten Ländern kam es schlussendlich zum Lockdown (Schließung der nicht systemrelevanten Institutionen, Einzelhandel, Schulen usw.) Einige Länder gehen in den sogenannten Lockdown und verhängen Ausgangssperren.
Diese Maßnahmen haben das Leben fast zum Erliegen gebracht, sowohl sozial als auch wirtschaftlich. Bilder von Städten oder Regionen, die sich im Lockdown befinden zeigen leere Straßen, gänzlich ohne Menschen. Die Welt steht still.

Jeder Staat ist aktuell so mit der Krise im eigenen Land beschäftigt, dass die Außenpolitik größtenteils in den Hintergrund rückt. Parallel dazu müssen die Staaten allerdings im Kampf gegen das Virus „näher zusammenrücken“. Und jetzt zeigt die EU was sie wirklich kann: die dazugehörigen Staaten stehen füreinander ein. Helfen sich gegenseitig nicht nur finanziell, sondern auch medizinisch.
Für alle Nationen ist diese Situation neu. Und es gibt keinen Schuldigen! Dieses Virus ist durch keinen verursacht worden. Und deswegen stecken wir alle in der gleichen Situation. Unabhängig von Kontostand, Bildung, Alter, Geschlecht, Hautfarbe, Nationalität Relgion oder Gesundheitszustand.

Positive suchen

Was bedeutet das aber für jeden einzelnen? Einige können weiterhin ihrem Job weiter nachgehen. Weil sie in einem systemrelevanten Beruf arbeiten, weil sie nicht von dem Lockdown betroffen sind oder weil sie von zu Hause ausarbeiten können. Andere sind gezwungen zu Hause zu bleiben.
Doch macht das mit der Psyche, wenn man Wochen, vielleicht sogar Monate gezwungen ist Abstand zu anderen Menschen zu halten? Wenn man nur noch einkaufen gehen kann und die einzigen Freizeitaktivitäten spazieren gehen und Fahrradfahren sein dürfen.

Meiner Meinung nach ist es dann umso wichtiger, sich die positiven Dinge im Leben herauszufilgern. Und nicht nur den Blick auf das Negative werfen. Ein Blick in die Zukunft. Irgendwann ist diese Krise überstanden! Irgendwann wird es ein Leben nach der Corona-Krise und Lockdown geben!

Wir müssen uns positives im Alltag suchen. Für diejenigen die den ganzen Tag zu Hause sein müssen: sucht euch für jeden Tag etwas das ihr euch fest vornehmt. Etwas auf das ihr euch freuen könnt. Ob es das Telefonat mit einem lieben Menschen am Abend ist, das besondere Essen was man sich zubereitet, der Sport, ein Spaziergang oder die Serie, die man am Abend weiter gucken möchte.
Wichtig ist etwas zu haben auf das man sich freut.

Natürlich ist es wichtig informiert zu bleiben! Aber es ist auch wichtig, sich nicht von den Medien verrückt machen zu lassen. Man muss nicht jeden Artikel gelesen haben, nicht jeder von uns muss Virologe sein, nicht jeder von uns muss verstehen wie dieses Virus funktioniert. Es reicht doch, wenn wir wissen, wie wir uns verhalten sollen.
Ich glaube wir sind uns alle einig, dass an einem weltweiten verbreiteten Virus nichts Positives ist. Es ist nichts Positives an einem Coronavirus. Aber an der Situation müssen wir positives finden.

Positives finden

Die Menschen werden in Zeiten von Corona kreativ. Öffentlich kreativ. Es gibt so viele großartige Aktionen. Städte und Kommunen werben damit lokal einzukaufen. Obwohl vielleicht einige Geschäfte ihre Verkaufsräume schließen mussten, kann man trotzdem dort einkaufen – online oder mit telefonischer Vorbestellung.

Es gibt die Aktion #RegenbogenGegenCorona. Hierbei malen Kinder große Regenbögen an die Fenster ihres Zimmers oder Wohnzimmers. So kann jedes vorbeilaufende Kind und jeder Erwachsene sehen, dass in diesem Haushalt ein Kind wohnt, das jetzt gerne draußen spielen würde, dies aber nicht tut, um andere und sich zu schützen. Regenbogen in Fenstern haben momentan Hochkonjunktur 🙂

Hoffnungsläuten

In den evangelischen Kirchen der Nordkirche läuten täglich um 12 Uhr die Glocken. Sie zeigen an: bleibt voller Hoffnung und steht diese Krise durch. Spruchbänder an Kirchen und Gemeindenhäusern sprechen allen Menschen Hoffnung zu. Gerade jetzt in dieser Zeit wo alle persönlich und die Gesellschaft ge- und betroffen sind ist es umso wichtige Gemeinschaft und auch Nachbarschaft zu zeigen.
Zu finden ist diese Aktion unter #Hoffnungsläuten.

Kirchen und Religion sind in dieser Zeit ein großes Thema. Gerade in der Zeit, wo viele Menschen die Religion, Kirchen und Religionsgemeinschaften brauchen und aufsuchen wollen, sind die Kirchen gezwungen die Kirchenräume zu schließen. Gottesdienste finden aktuell nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit. So etwas gab es in der Geschichte der 2000-jährigen Kirche noch nie. Und gerade in einer weltweiten Krise!
Aber auch viele Kirchengemeinden sind kreativ geworden. Kirchen kommen zu den Menschen ins Wohnzimmer: über den Fernseher, YouTube und eigene Internetseiten. Die digitale Kirche rüstet auf.
Konzerte, die sonst im großen Veranstaltungsälen stattgefunden hätten, finden jetzt bei YouTube statt. Auch hier werden die Künstler kreativ.

Sich Zeit nehmen und Zeit haben

Und dann gibt es noch positive Auswirkungen für Menschen die das vielleicht noch gar nicht so sehen. Zum Beispiel Menschen die unter Dauerstress leiden. Ich meine hier nicht diejenigen die auf der Arbeit Stress haben, sondern die dem so genannten Freizeitstress verfallen. Sie sind jetzt gezwungen eine Pause einzulegen. Freizeit besteht momentan daraus zu Hause zu bleiben, sich mit sich selbst oder den Mitgliedern seines Haushalts zu beschäftigen. Innerhalb der eigenen vier Wände. Das lässt einen zur Ruhe kommen – manchmal auch zwangsweise. Und das ist bei manch einem nicht nur negativ.

Ich habe mittlerweile begonnen meine kleinen Mitbewohner zu füttern. Es geht ihnen gut und ich werde sie bald wieder in die Freiheit vor dem Fenster entlassen

Eine Partei, die sonst in den deutschen Medien immer und überall präsent ist, weil sie Hetze und Missgunst schüren, ist in der aktuellen Krise medial fast gar nicht mehr auffindbar. Politisch trennen sich also gerade die Politiker die wirkliche Politik betreiben können von denen, deren politisches Fundament Hetze und Menschenfeindlichkeit ist. In Zeiten, in denen wir in den Medien nicht mehr über die Aufnahme von Flüchtlingen reden können, weil eben alle Grenzen zu sind, hat eine jüngst leider aufstrebende Partei auch keinen Nährboden mehr um ihre angebliche „Politik“ zu betreiben. Die Partei scheint seit Wochen aus der Medienlandschaft wie ausradiert zu sein.
Es bleibt zu hoffen, dass deren Wähler nun verstehen, dass Politik nicht nur aus einem Thema besteht.

Durchhalten

Wann und wo diese Krise ein Ende findet, weiß keiner. Kein Politiker, kein Wissenschaftler, kein klügster Mann der Welt und erst recht kein alten weißen Mann, der in seinen Träume nicht nur die USA sondern auch die Welt regiert.
Wir steuern in eine ungewisse Zukunft. Aber wir müssen durchhalten. Das ist, was uns alle weiter antreiben muss – Durchhalten.

So wie die Bibel von der Auferstehung Jesu und der neuen Welt redet, wird es auch in der heutigen Zeit sein. Nach der Corona-Krise wird es eine neue Welt geben. Wie die aussieht? Das ist noch ungewiss. Aber jeder kann dazu beitragen, dass die Welt nach Corona eine bessere wird.

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