Hallo Süden, wir kommen

Suzuki Bandit1200S

Eines meiner vielen Hobbys ist ja bekannterweise mein Motorrad. Und dieses Jahr haben ein Freund und ich beschlossen, mit drei weiteren „Jungs“ den Süden Deutschlands und der angrenzenden Länder mit den Motorrädern unsicher zu machen.

Also bin ich gestern Abend schon mal die ersten 65 km von Duisburg nach Wuppertal gefahren, um heute pünktlich um 8:30 Uhr am Treffpunkt zu sein. Eigentlich wollte ich über die Reise gar keinen Blog schreiben. Aber nach den Erlebnissen von heute habe ich das Gefühl, die Welt daran teilhaben lassen zu wollen.

Mein Kilometerstand beim Start in Duisburg
Start in Wuppertal

Die ganze Strecke kann ich natürlich nicht auswendig oder geschweige denn an irgendeiner Route nachvollziehen 😀 Nachdem wir also in Wuppertal gestartet sind, kamen wir zur Mittagszeit in unmittelbarer Nähe des Nürnbergrings vorbei. Dort haben wir etwas gegessen und uns die ganzen Raser auf der Straße angesehen. Das wirklich erschreckende finde ich, dass viele Autofahrer eine oder zwei Runden auf dem Nürnberg Ring drehen und sich danach auf der „regulären Straße“ immer noch so verhalten, als wären sie auf einer Rennstrecke!

Tatsächlich war es so, dass unsere 5er Motorrad Gruppe von zwei Autofahren nicht nur bedrängt, sondern auch in höchstem Maße gefährlich überholt worden sind. Die Tatsache, dass um den Nürnberg herum die Auto- und Motorradfahrer wirklich Kamikaze fahren, kann ich mir nur dadurch erklären, dass sie noch voll mit Adrenalin im Blut sind, wenn sie von der Rennstrecke runterfahren. Eigentlich ist es ziemlich unverantwortlich!

Nun denn, der Rest der Strecke war wirklich traumhaft schön zu fahren! Es kamen durch viele kleine schöne Städtchen, sind über schöne kurvenreiche Strecken gefahren und haben tolle Landschaften gesehen.

Auf der Rheinfähre bei Linz

Nachdem wir in Linz die Rheinfähre genommen haben, waren allerdings insgesamt zwei Straßen gesperrt, die wir hätten nehmen wollen. Die dritte Straße führte uns dann unfreiwillig durch Bad Neuenahr. Hier passierten wir gerade die Stadtgrenze und standen wieder direkt vor einer gesperrten Straße. und dann waren wir auf einmal etwas aufgeschmissen, denn alle unsere Routen waren gesperrt.

Das ist doch schön, wenn einem einheimische helfen. Wir haben anscheinend verzweifelt genug gewirkt, so dass ein einheimischer hinter uns an hielt und uns fragte, ob er uns helfen könne 😄 während zwei Jungs sich den einzigen Weg und die einzige Brücke durch Bad Neuenahr erklären ließen, hatte ich ein wenig Zeit den Kopf mal nach rechts und links zu drehen. Auf dieser Straße stand nicht ein Haus, was noch vollständig erhalten war.

Die Flut hat in diesem Teil der Stadt alle Keller oder ebenerdige Zimmer mit sich gerissen. Und auch als wir dann die Straße mit der einzigen noch vorhandenen Brücke in Bad Neuenahr überquerten, kam ein mulmiges Gefühl in mir hoch. Nein ich mag es sogar sagen, das ist ein sehr bedrückendes Gefühl war. Vor jedem Haus lagen riesengroße Schuttberge, Steine, Möbel, Holz und Überreste von Hauselementen.

Wie gesagt, unser Plan war eigentlich nicht dort durch zu fahren. Wir waren leider nur dazu gezwungen, weil alle anderen Straßen gesperrt waren. Und ich kann nur sagen, dass ich es unglaublich erschreckend finde, wie ein kleiner Bach wie die Ahr so heftig ansteigen kann um diese Verwüstung zu schaffen. Hier wird momentan wirklich jede Spende gebraucht!

Angekommen im Hotel Burgblick in Thallichenburg (Rheinland-Pfalz)
Unser wirklich vorzügliches Essen im Hotel

Pünktlich eine halbe Stunde vor dem Regen waren wir dann in unserem Hotel in Thallichtenberg. Wir hatten kaum die Motorräder abgestellt, da kam schon der Hausherr um die Ecke und fragte nach unseren Getränkewünschen 💪🏻. Das nenne ich mal Service! und dieser Blick aus dem Fenster auf die Burg (siehe Bild) ist wirklich wunderbar. Ich mag Thüringen 😊

Mein Blick aus dem Fenster

Morgen geht es weiter in den Süden. Ich bin sehr gespannt und freue mich auf schöne Strecken und ein wenig Landschaft und Natur 🙂

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