Dietrich Bonhoeffer | Briefe aus der Haft

Dietrich Bonhoeffer

Dietrich Bonhoeffer war evangelischer Pastor und Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime. Heute ist er einer der berühmtesten evangelischen Theologen Deutschlands.

Dietrich Bonhoeffer wurde zusammen mit seinem Schwager Hans von Dohnanyi und dessen Frau am 05. April 1943 von der Gestapo verhaftet. Da die drei wegen ihrer politischen Haltung gegen Adolf Hitler verhaftet wurden, wurden sie getrennt und in verschiedenen Gefängnissen inhaftiert. Dietrich Bonhoeffer kam ins Gefängnis Tegel und wurde seit dem ersten Tag von den anderen Gefangenen isoliert.
Er fand aber schon nach kurzer Zeit Zugang zu einigen Wärtern, die ihm das Leben etwas ertragbarer machten.
Offiziell durfte Bonhoeffer alle 10 Tage einen Brief an seine Eltern schreiben. Die Aufzeichnungen der Briefe an seine Eltern reichen von April 1943 bis Januar 1945. Später als die Verlobung mit Maria von Wedemeyer offiziell wurde, waren auch Briefe an seine Verlobte erlaubt.

Weitere Briefkontakte waren offiziell nicht erlaubt. Jedoch war es Bonhoeffer möglich über die guten Kontakte zu den Wärtern einen Briefkontakt zu seinem Freund Eberhard Bethge herzustellen.
Aus der Zeit der Inhaftierung sind heute die Briefe an die Eltern, seine Verlobe und Bethge erhalten.
Das ist leider auch das Einzige, was aus dieser Zeit von Bonhoeffer geblieben ist. Jedoch stammen aus dieser Zeit unter anderem seine beiden bekannten Werke „Wer bin ich“ und „Von guten Mächten„.

Lange Zeit kann man Bonhoeffer die aktive Verbindung zum Widerstand gegen Adolf Hitler nicht nachweisen. Somit scheint er auch nicht ernsthaft gefährdet zu sein. Am 20. Juli 1944 scheitert ein weiteres Attentat auf Hitler. Die darauffolgenden Ermittlungen bringen Unterlagen zum Vorschein, die Dietrich Bonhoeffer belasten. Und so wird er im Oktober 1944 in den Gestapo-Keller in der Prinz-Albrecht-Straße überführt. Von dort erreichen nur noch drei Briefe die Außenwelt, der letzte ist vom 17. Januar 1945 an seine Eltern.

Buchenwald und Flossenbürg

Am 07. Februar 1945 tritt Dietrich Bonhoeffer den Weg in den ehemaligen SS-Arrest nach Buchenwald an. Von dort wird er am 03. März in das KZ Flossenbürg überstellt. Noch in der Nacht seiner Ankunft (08./09. April 1945) verurteilt ihn ein Standgericht zum Tode.
Dietrich Bonhoeffer wird in der Morgendämmerung im Innenhof am 09. April 1945, kurz vor Ende des Kriegs, erhängt.

Die Familie erfährt erst im Juli über die englischen Sender vom Tod Dietrich Bonhoeffers.

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.