Stolpersteine

Deutschland vor 80 Jahren. Es ist der 09. November 1938.
Adolf Hitler ist an der Macht und macht schon kräftig Krawall gegen Randgruppen und Juden. Die Nacht vom 09. auf den 10. November 1938 wird Geschichte schreiben. Eine schreckliche, zerstörerische und unmenschliche Geschichte:

In der sogenannten Reichskristallnacht oder auch Reichsprogromnacht lässt Hitler in ganz Deutschland jüdische Synagogen, Versammlungsräume, Geschäfte, Wohnungen verwüsten und in Brand stecken. So brennen in ganz Deutschland 1400 Häuser. 400 Menschen kommen in den Flammen ums Leben.

Und das wahrhaft schreckliche steht den jüdischen Mitbürgern in Deutschland noch bevor. Denn diese Nacht war der Übergang von der Diskriminierung zur systematischen Verfolgung der Juden.
Tausende werden in den kommenden Jahren deportiert und in Konzentrationslagern ausgehungert und getötet.

Schlafgelegenheiten im KZ
Öfen in denen die Leichen verbrannt wurden

Die Menschen müssen aus der Geschichte lernen

Seit 1992 gibt es die Aktion Stolperstein. Mittlerweile sind in fast allen Ländern Europas solche Stolpersteine verlegt worden.

Sie sollen erinnern.

Stolpersteine werden vor Häusern verlegt, aus denen Juden im 3. Reich gewaltsam ihren Familien entrissen und deportiert wurden. Auf jedem Stolperstein steht der Name der deportierten Person, sowie das Datum der Deportation und das Todesdatum.
Vor manchen Häusern liegt ein goldener Stolperstein. Aber es gibt auch Häuser – und ich hab sie selbst schon in Duisburg gesehen -, wo bis zu 7 Stolpersteine verlegt wurden.
Sie sollen erinnern.
An Menschen, die aus ihrem Leben gerissen wurden, denen statt dem Namen, im KZ eine Nummer gegeben wurde und die bis zum Tode ausgebeutet wurden.

Mit der Aktion Stolperstein erhalten diese Menschen wieder einen Namen.
Sie sollen Mahnmal sein.
Sie sollen verdeutlichen, was in der deutschen Geschichte schief gelaufen ist. Sie sollen uns heute und in Zukunft daran erinnern, dass wir nicht vergessen dürfen. Dass die Menschen nicht vergessen werden.

Und Hitler ließ nicht nur Juden deportieren. Auch alle politischen Gegner, Obdachlose, Landsreicher, Homosexuelle, Menschen mit geistiger Behinderung und Zeugen Jehovas wurden deportiert und im KZ zu schwerster Arbeit gezwungen und getötet.

Geschichte darf sich nicht wiederholen!

Wir müssen aus der Geschichte lernen.

Jeder einzelne kann bei sich anfangen. Auf die Politiker schimpfen können wir alle. Die Frage ist, mit welcher Einstellung stehen wir Minderheiten oder anderen Glaubensrichtungen gegenüber.

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Taten.
Achte auf Deine Taten, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.
Talmud


eines der bedeutendsten Schriftwerke des Judentums nach der Babylonischen Gefangenschaft

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.