Ein amerikanischer Professor macht die besten Burger Kiels

22.08.2017 Kiel, Gutenbergstraße.

Kiel ist zwar Landeshauptstadt, aber trotzdem ein Dorf. Wenn mich also jemand besuchen kommt, was zeige ich ihm dann? Der Grund dieser Überlegung: ich treffe mich mit Marius aus dem Kurs, den ich gerade belege. Er ist aus Leipzig angereist, um mit mir ein Interview zu führen (unsere Aufgabe für die WBS Training AG ist es, einen journalistischen Beitrag zu schreiben). Es war nun klar, wir wollen was zu Mittag essen. Und da brauche ich echt nicht lange nachdenken. Es gibt in Kiel eine Restaurant, da muss man mal gewesen sein: John’s Burgers.

 

„Hi, how are you“

Wir betreten das Restaurant und werden vorne am Tresen mit: „Hi, how are you. Ward ihr schon mal hier?“ begrüßt. Ich bejahe und wir bekommen die Karten zusammen mit einem Filzstift. Nicht zu vergessen, dass der Hund noch ein kleines Naschi bekommt. Marius guckt mich etwas verwirrt an. Wir setzen uns an einen kleinen Tisch. Auf der Karte stehen vier verschiedene Burger.

Jetzt können wir unseren Burger wählen und auf der Karte ankreuzen. Die Sauce wird separat ausgesucht und sollte man noch eine Extrazutat wünschen, diese dann auch ankreuzen. Wir nehmen beide einen „The Hüttener Burger“. Fix alles an den Tresen gebracht, gezahlt – fertig. Die amerikanische Art einer Bestellung.

 

 

 

 

Medium gegrillte Burger

Während wir auf unser Essen warten, stellt Marius mir seine Fragen. Da wir zur frühen Mittagszeit eingecheckt haben, sind bislang nur 2 von 10 Tischen belegt. Als wir unser Essen bekommen, sind 8 von 10 Tischen besetzt. Das Restaurant ist jetzt proppen voll.
Bevor Marius in den Burger beißt, fragt er mich, was das Besondere an daran ist. Meine Antwort: die Zutaten sind lokal eingekauft und frisch zubereitet. Und er ist von einem „echten“ Amerikaner hergestellt.

Wir beißen beide genüsslich in den Burger. Und auf einmal weiß Marius, was ich meine. Hier stimmt nicht nur der Service und der liebevoll eingerichtete Laden, sondern hier gibt es wirklich ausgezeichnete Burger. Das Fleisch wird bei John’s Burgers immer medium gegrillt. Es sei denn man bestellt es explizit anders. Das große Salatblatt knackt beim Reinbeißen und die Tomate ist schön frisch.

 

Fleisch und Käse aus dem Kieler Umland

Das Beste aber ist die Verbindung von frischem, perfekt gebratenem Rindfleisch und der Käsescheibe Hüttener-Käse vom BioHof Holzbunge. Beides kauft John von zwei ausgewählten Bauern aus dem Kieler Umland. Bei John’s Burgers wird das Fleischfleisch selber verarbeitet und geformt. Es schmeckt fantastisch.

Der arme Hund darf nur unter dem Tisch liegen und schmachtet uns um Burger und Pommes an. Und er hat allen Grund dazu. Dieses Fleisch kann man nicht mit anderen Burger von großen Konzernen vergleichen. Egal, ob es das Restaurant mit dem fliegenden Peter oder diese weltweite Ketten mit dem rothaarigen Clown ist. Was einen aber daran verwundern sollte: man kann zu dem gleichen Preis wie bei den großen Ketten auch einen frischen, guten Burger essen. Und von dieser Portion wird man satt!

 

 

 

 

Vom Professor zum Burger-Meister

Doch wieso ist dieser Burger so anders und das Restaurant so amerikanisch? Weil es die echte amerikanische Art von Burger ist. Die Geschichte des Restaurants ist großartig: John Rapaglia lebte und arbeitete als Professor für Meeresbiologie in New York, USA.

Während seines Studiums hat er zwei Jahre in Kiel verbracht. Zurück in den USA schließt er das Studium, Dissertation und Habilitation ab. Doch Norddeutschland scheint ihn nicht mehr losgelassen zu haben. Er beschließt der USA und seinem Job als Professor den Rücken zu kehren und zieht nach Kiel.

 

 

 

2011 beginnt der Triumphzug des Restaurants

Zusammen mit einem Freund aus den USA und seinen Freunden aus Kiel renoviert er das heutige Restaurant. Und so eröffnet „John’s Burgers“ im Jahr 2011. Seitdem hat das Restaurant einen immensen Zulauf. John hat es auf jeden Fall geschafft. Sein Laden läuft gut und hat einen großartigen Ruf in Kiel und der Umgebung. Mittlerweile hat der NDR auch eine Reportage über ihn gemacht (die nordstory – Von New York nach Kiel – Ein Professor wird Grillmeister).

Nach dieser Geschichte, versteht Marius auch, warum ich ihm dieses Restaurant gerne zeigen wollte. Er ist mindestens genauso begeistert wie ich – und ich glaube zu Recht. Ich komme auf jeden Fall wieder. Hier stimmt einfach alles: die Bedienung, Räumlichkeiten, Preise und besonders das Essen. Mhhhhh…. Einzigartig!

 

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