Angina tonsillaris oder „ich verstumme ohne es zu wollen“

Haben Sie schon mal probiert, beim Bäcker Brötchen zu kaufen ohne ein Wort zu sagen? Nein? Versuchen Sie es mal morgen früh. Es könnte ein lustiges Ereignis werden – für Sie und die Bäckereifachverkäuferin, möglicherweise auch für Umstehende Kunden.

Ich habe momentan täglich das Vergnüngen mich ohne meine Stimme im Leben zurecht zu finden.

Seit dem 30.12.2017 hat es meine Mandeln und damit auch meine Stimme dahingerafft. Vorerst dachte ich, es wird schon. Nach ein paar Tagen mit starken Schluckbeschwerden stand dann fest: Angina tonsillaris => Mandelentzündung.

Bäh. Das heißt:

  • Antibiotika => wer entwickelt so dicke Tabletten gegen Schluckbeschwerden, dass man sie ohne Schmerzen gar nicht runterbekommt? Da hat wohl jemand nicht nachgedacht!
  • man ist ansteckend => kein Ausgang in die große Öffentlichkeit. Und viel schlimmer: keine Küsschen von der Liebsten
  • Schluckbeschwerden => ich hasse Suppe… aber mit einer Angina tonsillaris ist nur Flüssignahrung drin.
  • Halsschmerzen => muss ich nicht beschreiben, oder?
  • nicht immer ist dies der Fall, aber ich habe keine Stimme => man kann nur flüstern und das nervt irgendwie auf dauer (wer mich kennt: ich rede gerne…)
  • man hat viel Zeit, kann aber nicht telefonieren…gna… ich habe schon angefangen Briefe zu schreiben.
    • für die jüngeren unter uns: Briefe schreiben => man schreibt auf Papier was man denkt, steckt es in einen Umschlag und bringt dies zur Post. Sowas wie Whatsapp nur von Hand geschrieben und es dauert etwas länger die Nachricht zu verschicken.

Allerdings sucht man sich dann ja auch die schönen Dinge heraus:

  • man hat viel Zeit zu lesen
  • um die Entzündung ertragbar zu machen, isst man natürlich von morgens bis abends Eis
  • man kann sich über Gott und die Welt gedanken machen, weil man ja jetzt isoliert und allein in der Wohnung rumhockt (ich versuche das mal positiv zu sehen…)
  • ich bin nicht gezwungen zu reden – hüstel

 

Außerdem kann man wohl als positiv verzeichnen, dass ich jeden Morgen Spaß bei meinem Haus- und Hofbäcker Lyck habe. Man kennt mich dort. Was aktuell allerdings häufig zu lustigen Späßen führt. Mein Fingeralphabet lässt auch eher zu wünschen übrig. Und auch mein Versuch mich mit Händen und Füßen zu verständigen birgt immer etwas Lustiges.

Ich habe überlegt morgen einfach einen vorgefertigten Zettel mitzubringen…

… Allerdings könnte das auch ech langweilig sein… schließlich brauche ich ein paar lustige Momente am Tag…

 

 

Memo an mich: Fingeralphabet und Gebärdensprache lernen!

 

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